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Angels of Deutschland: 1.365.000 versus 1%.

Aktualisiert: 9. Sept 2019


Christoph Raethke

Eine kurze Recherche hat diese Zahlen zutage gefördert. In Deutschland gibt es, Stand 2018, 1.365 Millionen "Vermögensmillionäre". Über die Anzahl aktiver Business Angels ist es schwer, Daten zu bekommen; 2014 schätzte man um die 8000, heute sind es sicher mehr. Ganz falsch wird es also nicht sein, zu konstatieren: Die Anzahl der vermögenden Zeitgenossen, die privat in neue Unternehmen investieren, liegt bei bestenfalls einem Prozent. Das ist, so meine Einordnung, zu wenig. Zu wenig, um Startup-Gründung, -Unterstützung und -Finanzierung vielleicht nicht zu einem Massenphänomen, aber doch zu einer vielen präsenten Option zu machen. Und damit den Themenkomplex "Startups, Software-Unternehmertum, Digitalisierung" fassbarer und auf einer persönlichen Ebene zu verankern.


Denn das muss nämlich geschehen. Einer der gravierenden Unterschiede zwischen Deutschland und dem Silicon Valley ist, dass hier der "Digitale Wandel" vor allem als Staatsaufgabe betrachtet wird. Vom High-Tech-Gründerfonds, der sich aus Bundesgeldern und Konzernen speist und Deutschlands größter Startup-Investor ist, bis zu der Vielzahl von lokalen und europäischen Förderprogrammen, obendrein den Acceleratoren und "Innovationslaboren" der Großunternehmen: von dort erwartet man sich diese Digitalisierung, von der alle reden. Diese werden beschimpft, wenn es nicht schnell genug voran geht.


Ganz anders in den USA, wo es mit größter Selbstverständlichkeit - und offenbar deutlich größerem Erfolg - Einzelpersonen sind, die den Laden schmeißen. Einzelpersonen, die im Gegensatz zu den staatlichen und konzernseitigen Organisationen in Deutschland und Europa persönlich im Risiko stehen, mit ihrem eigenen Geld. Die sich vernetzen, 2005 den weltweit erfolgreichsten Accelerator "Y-Combinator" schufen, oder Erstinvestoren in nachmalig milliardenschwere Startups sind und dadurch von Zeit zu Zeit erstaunliche Verkaufserlöse erzielen, die sie wiederum in neue Unternehmen stecken.


AoD-Announcement auf der StartupNight 2019

Zeit also, dass wir die Sache auch in Deutschland persönlich nehmen! Und ich nehme es persönlich. Anstelle das Thema theoretisch runterzuerzählen, anstelle von "man müsste vielleicht" oder "man könnte ja mal", gehe ich mit eigenem Geld und Risiko los und investiere coram publico in drei Startups. Entlang dieser realen Vorgänge will Angels of Deutschland das Know How und die Leidenschaft vermitteln, die jeder braucht, der erfolgreich in die neuen Technologie-Unternehmen investieren möchte, die Deutschlands Zukunft bestimmen werden. Und zwar in drei Formaten. Der zweiwöchentliche Podcast erzählt die Geschichte meiner projektierten Investments über 12 Monate mit viel O-Ton, Dialog und Engagement. Die zweimonatliche Talkshow wird das Gespräch öffnen, die Protagonisten anfassbar machen und vernetzen.


Der wöchentliche Blog übernimmt die Funktion des Konterparts. Im Blog will ich wöchentlich das aufzeichnen, was man besser schriftlich haben sollte. Das können Dokumente sein, Links zu interessanten Informationsquellen, oder Hintergründe, die im Podcast und der Talkshow vielleicht nicht klar genug geworden sind.


Am 1. Oktober geht es offiziell los. Ich freue mich, wenn Sie dabei sind!


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